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1993 bis 1997

Das Jahrhunderthochwasser im Dezember 1993, auch als Weihnachtshochwasser bekannt, stellte eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Graach dar. Über Tage hinweg herrschte Ausnahmezustand entlang der Mosel. Besonders der 22. Dezember 1993 ging in die Geschichte ein, als der Pegelstand in Zeltingen mit 11,73 Metern seinen Höchststand erreichte. Dieses Hochwasser zählt zu den schwersten Ereignissen, die die Region je erlebt hat.

Für die Feuerwehr bedeutete dies unzählige Einsatzstunden, schlaflose Nächte und enorme körperliche Belastungen. Keller mussten ausgepumpt, Gebäude gesichert und gefährdete Bereiche überwacht werden. Neben der Feuerwehr waren auch viele Bürgerinnen und Bürger im Dauereinsatz. Diese Tage machten eindrucksvoll deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe und eine funktionierende Einsatzorganisation sind.

Nur etwas mehr als ein Jahr später, vom 22. Januar bis 1. Februar 1995, kam es erneut zu einem lang andauernden Hochwasser. Wieder waren Feuerwehr und Bevölkerung über Tage hinweg gefordert. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen, um Schäden zu begrenzen und die Sicherheit im Ort aufrechtzuerhalten.

Ein weiteres extremes Hochwasser folgte am 28. Februar 1997, als der Pegel in Zeltingen 10,01 Meter erreichte. Innerhalb weniger Jahre wurde die Feuerwehr Graach somit mehrfach an ihre Belastungsgrenzen geführt. Dieses Jahrzehnt ging als eines der hochwasserreichsten in der Geschichte der Wehr in die Chronik ein.