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2014 bis Heute

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen des Herbst- und Schlachtfestes das 120-jährige Bestehen der Feuerwehr Graach gefeiert. Gleichzeitig erfolgte die offizielle Indienststellung des neuen TSF-W. In diesem Jahr wurden fünf Einsätze verzeichnet, darunter ein besonders tragischer Verkehrsunfall nach dem Fastnachtsumzug am 2. März 2014, bei dem eine Taxifahrerin tödlich verunglückte.

Ein bedeutender Schritt in der Geschichte der Feuerwehr Graach war die Fusion mit der Feuerwehr Schäferei zum 1. Januar 2015. Mit diesem Zusammenschluss wuchs die Kameradschaft auf 24 Mitglieder an. Gleichzeitig endete die 57-jährige Geschichte der Feuerwehr Schäferei – ein Schritt, der sowohl mit Stolz als auch mit Wehmut verbunden war.

Am 18. März 2016 wurde Dieter Meyer erneut zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. Im Jahr 2015 bewältigte die Feuerwehr drei Einsätze.

Im Jahr 2016 wurde Michaele Geller zur Wehrführerin gewählt. Mit ihrer Wahl schrieb die Feuerwehr Graach Geschichte, denn sie war die erste Wehrführerin in der Geschichte unserer Einheit.

Das Jahr 2019 verlief feuerwehrtechnisch vergleichsweise ruhig. Insgesamt wurden drei Einsätze abgearbeitet. Zwei davon dienten der Unterstützung des Rettungsdienstes. Beim dritten Einsatz wurde die Feuerwehr aufgrund einer gemeldeten starken Rauchentwicklung alarmiert. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass es sich lediglich um ein normales Grillfeuer handelte, sodass kein Eingreifen erforderlich war. Am 02.10.2019 wurde Manuel Heinz zum neuen Wehrführer ernannt.

Im Januar 2020 wurde Manuel Heinz erneut zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Der erste Einsatz im Jahr 2020 erfolgte am 18.02.2020, als aufgrund eines Stromausfalls das Feuerwehrgerätehaus besetzt werden musste. Ab dem 16.03.2020 war der Übungsbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt und zeitweise nur noch in digitaler Form möglich. Diese Zeit stellte die Feuerwehr vor große Herausforderungen, da digitale Übungen keinen gleichwertigen Ersatz für praktische Ausbildung darstellen.

Der 27.05.2020 war ein ungewöhnlicher Tag für die Feuerwehr Graach, da erstmals zwei Einsätze an einem Tag bewältigt werden mussten: morgens ein Brandeinsatz und mittags eine Tragehilfe zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Am 06.06.2020 kam es zu einem Schuppenbrand unterhalb der Schäferei, der gemeinsam mit der Feuerwehr Kues gelöscht wurde. Ein weiterer Einsatz folgte am 16.08.2020, als ein umgestürzter Baum die B53 blockierte. Auch hier erfolgte die Abarbeitung gemeinsam mit der Feuerwehr Kues. Der letzte Einsatz des Jahres fand am 28.11.2020 statt. Gemeldet war ein Brand in einem Weinberg unterhalb der Schäferei, der sich jedoch als kontrollierte Verbrennungsstelle für Reben herausstellte und schnell beendet war.

Das Jahr 2021 begann weiterhin unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, sodass zunächst nur digitale Übungen erlaubt waren. Insgesamt hatte die Feuerwehr Graach in diesem Jahr lediglich zwei Einsätze. Am 28.03.2021 kam es zu einem Verkehrsunfall in Richtung BKS. Glücklicherweise entstand nur Sachschaden, der Fahrer blieb unverletzt. Der zweite Einsatz war das Hochwasser im Juli 2021. Ungewöhnlich war hierbei das sommerliche Wetter – statt Kälte und Regen begleiteten Sonnenbrand und Hitze die Arbeit beim Sandsackfüllen. Obwohl es auch in Graach zu Hochwasser kam, blieb der Ort im Vergleich zu den Ereignissen an der Ahr glimpflich verschont. Besonders deutlich wurde in dieser Zeit der starke Zusammenhalt im Dorf: Zahlreiche Helfer unterstützten beim Sandsackverbau und bei den anschließenden Aufräumarbeiten.

Die Einsätze im Jahr 2023 hielten sich zahlenmäßig in Grenzen, waren jedoch vielfach außergewöhnlich. Am 12.04.2023 wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Kues eine Person aus der Mosel geborgen. Weitere Einsätze umfassten einen Mülltonnenbrand an der Mosel, einen ausgelösten Rauchwarnmelder in der Kirchgasse um 3:14 Uhr (Fehlalarm), einen weiteren Fehlalarm am Josephshof sowie auslaufende Betriebsstoffe in der Bernkasteler Straße.

Der 08.07.2023 markierte einen der größten Brandeinsätze der letzten Jahrzehnte. Unterhalb der Schäferei war ein großflächiger Vegetationsbrand im Unterholz ausgebrochen. Dank des umsichtigen und schnellen Handelns der Bewohner der Schäferei konnte Schlimmeres verhindert werden – die Flammen kamen bis auf etwa zehn Meter an die Gebäude heran. Im Einsatz waren sechs Feuerwehren, die Polizei sowie der Rettungsdienst. Insgesamt waren über 70 Feuerwehrangehörige beteiligt. Der Einsatz endete gegen 1:00 Uhr, anschließend wurde durch die Feuerwehr Graach bis 6:00 Uhr morgens eine Brandwache gestellt.

Im Jahr 2024 wurden insgesamt sieben Einsätze verzeichnet. Der erste Einsatz war ein Kaminbrand, der glücklicherweise durch Reinigen und Belüften rasch abgeschlossen werden konnte. Im Mai führte ein erhöhter Moselpegel zu erhöhter Aufmerksamkeit, jedoch blieb die Gemeinde von größeren Schäden verschont. Am 29.06.2024 wurde ein umgestürzter Baum von der Fahrbahn entfernt. Ungewöhnlich für Graach waren zwei Wohnungsbrände in diesem Jahr. Beide Einsätze gingen glimpflich aus – es entstand lediglich Sachschaden. Ein weiterer Einsatz im September auf der Staudt zeigte eindrucksvoll, wie gefährlich es sein kann, vermeintlich kalte Asche unachtsam im Unterholz zu entsorgen. Auch dieser Einsatz endete glücklicherweise ohne größere Folgen.

Die Einsätze im Jahr 2025 waren ebenso vielfältig wie herausfordernd. Der erste Einsatz des Jahres war eine Personensuche im Bereich Maria Zill. Ein weiterer Einsatz führte die Feuerwehr zum Josephshof, wo ein Brandmelderalarm ausgelöst hatte, der sich als Fehlalarm herausstellte. Tragisch verlief der Einsatz am 19. Juli 2025, als eine Person aus einem fließenden Gewässer geborgen werden musste. Leider konnte die Person nur noch tot geborgen werden.

Ein glimpflicher Einsatz folgte am 02.01.2026 in einem Aussiedlerhof. Hier konnte ein Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden, sodass sich das Feuer im Wesentlichen auf den Flur beschränkte und ein größerer Schaden verhindert wurde.

Schlusswort

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Graach ist geprägt von Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und ehrenamtlichem Engagement über Generationen hinweg. Von den Anfängen im Jahr 1894 bis zur modernen Feuerwehr von heute steht eines stets im Mittelpunkt:
der Dienst am Mitmenschen.

Unsere Chronik ist noch nicht abgeschlossen – sie wird mit jedem Einsatz, jeder Übung und jeder neuen Kameradin und jedem neuen Kameraden weitergeschrieben.