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Beginn des Jahres 1894

Zu Beginn des Jahres 1894 fanden sich mehrere engagierte Männer aus Graach zusammen, um über die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zu beraten. Die Notwendigkeit einer organisierten Brandbekämpfung war in den Jahren zuvor immer deutlicher geworden. Insbesondere der schwere Eisgang des Winters 1893 hatte der Bevölkerung eindringlich vor Augen geführt, wie hilflos man größeren Naturereignissen und Unglücksfällen ohne geordnete Hilfe gegenüberstand. Bei diesem Eisgang erlitt unter anderem der Schiffer Geller im Kueser Hafen erhebliche Schäden an seinem dort vor Anker liegenden Weinschiff.

Solche Ereignisse, aber auch immer wieder auftretende Brände in eng bebauten Ortskernen, führten zu der Erkenntnis, dass ein freiwilliger Zusammenschluss zum Schutz von Menschenleben, Hab und Gut dringend erforderlich war. Im Mai 1894 war es schließlich so weit: Eine Gruppe von Bürgern rief die Freiwillige Feuerwehr Graach ins Leben.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:

Peter Josef Pauly, Sebastian Velten, Christoffel Dietz, Nikolaus Thomas, Johann Michael Ehlen, Willibrord Schäfer, Karl Kunsmann, Josef Kieren-Ehlen, Josef Schäffer, Peter Meyer-Geller, Peter Meyer, Bäcker und Gastwirt Mathias Josef Meyer, Johann Flesch, Peter Mertz, Heinrich Köhnen, Peter Felzen, Peter Kieren-Pohl, Nikolaus Beucher-Steffni, Peter Heinz Steffni, Anton Bernard Thanisch, Johann Meyer-Zimmer, Peter Bechtel, Peter Heil und Josef Kieren.

Aus den Reihen dieser Männer wurde Peter Josef Pauly zum ersten Wehrführer gewählt. Er sollte dieses verantwortungsvolle Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1916 ausüben und die Wehr über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend prägen. Zu seinem Stellvertreter wurde Heinrich Köhnen ernannt. Das Amt des Schriftführers übernahm Anton Bernard Thanisch, während Mathias Josef Meyer als Kassierer für die finanziellen Belange der jungen Wehr verantwortlich war.

Die Ausbildung einer Rettungsabteilung wurde Josef Ehlen übertragen. Die erste feuerwehrtechnische Ausbildung der gesamten Wehr führte Stefan Studert aus Zeltingen durch. Trotz der einfachen Ausrüstung und der begrenzten technischen Möglichkeiten jener Zeit war der Ausbildungsstand bemerkenswert hoch. Die angesetzten Übungen wurden stets vollzählig besucht, was den starken Zusammenhalt und die große Einsatzbereitschaft der Kameraden widerspiegelte.