Beginn des Jahres 1958
Die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schäferei fand am 12. April 1958 im Gasthaus Philipps statt. Gegründet wurde die Wehr von folgenden Kameraden: Alfred Beucher, Helmut Philipps, Edmund Beucher, Johann Römer, Johann Beucher, Benno Schäfer, Hugo Christmann, Emil Schäfer, Klaus Hoffmann, Erwin Schäfer, Karl Jakobs, Ferdi Schäfer, Otto Jakobs, Josef Schäfer, Ewald Kauer, Leo Schäfer, Erwin Keller, Walter Schäfer,
Reinhold Krämer, Rolf Schenkmann, Karl-Heinz Meier, Alfred Schuler, Nikolaus Meyer, Matthias Schuler, Hans Philipps und Horst Wagner.
Zum Wehrführer wurde Nikolaus Meyer, zum stellvertretenden Wehrführer Edmund Beucher gewählt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das Gründungsfest gemeinsam mit dem 65-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Graach im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages 1959 zu feiern. Der Kreisfeuerwehrtag fand vom 27. bis 29. Juni 1959 unter starker Beteiligung der Bevölkerung und mit insgesamt 60 Gastwehren statt. Auch der neu gegründete Spielmannszug der Feuerwehren Graach und Schäferei konnte hierbei sein Können unter Beweis stellen.
1964
Am 7. September 1964 erhielt die Wehr eine neue Motorspritze vom Typ „Balke TS 4/5“. Gleichzeitig wurde von der Feuerwehr Bernkastel ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) übernommen.
1971
Am 18. Dezember 1971 legte der langjährige Wehrführer Nikolaus Meyer aus
gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde Benno Schäfer gewählt.
1972
Am 3. März 1972 brach oberhalb der Schäferei ein Flächenbrand aus. Durch das tatkräftige
Eingreifen der Wehr und mehrerer Bürger konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch wurden ein Geräteschuppen sowie eine zweijährige Fichtenkultur zerstört.
1973
Am 27. Januar 1973 wurde Karl-Heinz Meier zum stellvertretenden Wehrführer gewählt.
Ein weiterer Einsatz folgte am 15. August 1973, als auf der Müllhalde ein Feuer ausbrach, das sich durch starken Wind rasch ausbreitete und einen Waldbrand befürchten ließ. Mit zehn Kameraden der Wehr Schäferei sowie den Tanklöschfahrzeugen aus Bernkastel und Mülheim konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die bekannte Schutzhütte „Traver Kupp“ fiel jedoch den Flammen zum Opfer.
Am 30. September 1973 fand die Jahresabschlussübung der Verbandsgemeinde
Bernkastel-Kues auf der Schäferei statt. Unter Beteiligung der Wehren aus Mülheim, Andel, Bernkastel, Kues, Wehlen, Zeltingen, Graach und Schäferei wurde eine Schlauchleitung von der Mosel zur Schäferei verlegt. Hierbei kamen über 3.000 Meter Schlauch zum Einsatz.
1976
Am 1. April 1976 wurde die Wehr zu einem Flächenbrand auf dem Graacher Berg alarmiert. Durch die Unterstützung der Wehren aus Bernkastel, Mülheim und Graach konnte das Feuer schnell gelöscht werden.
1979 bis 1980
Am 9. Juni 1979 erfolgte ein Einsatz bei einem Feldschuppenbrand im Distrikt
„Zummet“. Da kein Löschwasser vorhanden war, verhinderten die Kameraden mit Schaufeln ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude. Zur endgültigen
Brandbekämpfung wurde das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bernkastel eingesetzt.
Nach jahrelangen Bemühungen konnte am 21. November 1979 der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus gelegt werden. Der Einzug erfolgte am 10. Mai 1980. Sämtliche Arbeiten wurden ausschließlich von den aktiven Wehrmännern in Eigenleistung durchgeführt. Die offizielle Einweihung fand am 29. November 1980 statt.
1982 bis 1983
Am 20. November 1982 wurde erneut die Jahresabschlussübung der Wehren des Raumes Bernkastel auf der Schäferei durchgeführt. Beteiligt waren die Wehren aus Ürzig, Rachtig, Zeltingen, Wehlen, Graach, Bernkastel, Kues, Andel, Mülheim und Longkamp. Dabei wurde eine Wasserförderstrecke von der Mosel zur Schäferei mit einem Höhenunterschied von 200
Metern aufgebaut. Nach 55 Minuten erreichte das erste Moselwasser die Schäferei.
Am 2. und 3. Juli 1983 feierte die Wehr ihr 25-jähriges Stiftungsfest im Rahmen des traditionellen Waldfestes mit einem umfangreichen Festprogramm.
1990 bis 1996
Am 28. April 1990 wurde erfolgreich ein PKW-Brand bekämpft. Ein weiterer größerer Einsatz folgte am 23. Juli 1990 bei einem Waldbrand auf den Graacher Schanzen, bei dem mehrere Feuerwehren unterstützten.
Am 19. November 1991 erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze 8/8. Da im
vorhandenen TSA nicht genügend Platz war, wurde der TSA der Feuerwehr Erden übernommen.
Am 10. Juli 1992 trat Karl-Heinz Meier aus Altersgründen von seinem Amt als
stellvertretender Wehrführer zurück und wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt. Sein Nachfolger wurde Karl-Josef Meyer.
Ein besonders langwieriger Einsatz folgte am 25. und 26. Juli 1992, als im Distrikt „Briedelwies“ rund 100 Rundballen Heu in Brand gerieten. Mit Unterstützung mehrerer Wehren sowie des Kameraden Gerd Goldschmidt mit seinem Bagger konnte der Brand gelöscht werden. Einschließlich Brandwache betrug die Einsatzdauer 17 Stunden
.
Während des Jahrhunderthochwassers vom 21. bis 24. Dezember 1993 war die Wehr insgesamt 212 Stunden im Einsatz, überwiegend im Ortsbereich Graach.
Nach Erreichen der Altersgrenze trat Benno Schäfer am 17. Juni 1996 nach 24 Jahren als Wehrführer zurück und wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt. Zum neuen Wehrführer wurde Karl-Josef Meyer gewählt, neuer stellvertretender Wehrführer wurde Gerd Junglas.
2002
Nachdem die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues im Jahr 2002 festgestellt hatte, dass die Freiwillige Feuerwehr keine Vereinsstruktur, sondern eine Institution des Brandschutzes ist, wurde am 29. April 2002 der Verein „Feuerwehrkameradschaft Schäferei 1958 e.V.“ gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Karl-Josef Meyer gewählt, der dieses Amt bis zur Auflösung der Feuerwehr innehatte.
2004 bis 2008
Am 29. Oktober 2004 nahm die Wehr Abschied von ihrem plötzlich und unerwartet verstorbenen stellvertretenden Wehrführer Gerd Junglas.
Am 4. August 2005 wurde Bernd Gessinger zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt.
Dankenswerterweise blieb die Wehr von größeren Schadenslagen verschont.
Am 5. und 6. Juli 2008 konnte noch das 50-jährige Jubiläum feierlich begangen werden.
2014
Am 31. Dezember 2014 endete nach 56 Jahren, 8 Monaten und 19 Tagen die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schäferei. Durch die Fusion mit der Freiwilligen Feuerwehr Graach lebt ein bedeutender Teil ihrer Geschichte in der zusammengeführten Wehr weiter.